In Memoriam - Im Gedenken an unsere Verstorbenen
Herr Pastor Hermann-Joseph KALPERSSeit 1992 war er Mitglied unserer VoG „Bischöfliche Schule Oekonomat“, die sich um die Belange des Internates, der BS und des TI kümmert.
Er war kein Mann großer Worte, sagte, was er dachte, kümmerte sich, wenn es galt, die Not zu wenden. Er war verlässlich, wenn schwierige Entscheidungen anstanden. Sein Handeln wurde getragen von einem tiefen Glauben und großer Pflichttreue. Er stand mit beiden Füßen auf der Erde, wusste, dass zum Wort auch das Brot gehört, und hat sich sehr verdient gemacht, wenn es darum ging, für Menschen Orte zu schaffen, an denen sie sich treffen, wohlfühlen und für die Allgemeinheit einsetzen konnten; dies sowohl in der Pfarre wie in den freien Schulen, für deren Belange er sich immer wieder mit großer Leidenschaft hingab.
Wir sind ihm zu großem Dank verpflichtet und gedenken seiner im stillen Gebet.
Die Schulgemeinschaft der Bischöflichen Schule und des Technischen Instituts


Ein schöner Sommertag. Treffpunkt “Chiroheim”. Wir freuen uns beide über dieses unverhoffte Treffen und tauschen erst eigentlich Belangloses aus… Und dann sitzt er zwischen all diesen wunderschönen Plakaten, Erinnerungen an 30 Jahre Agora, an 30 Jahre intensivsten Einsatz.
Er stellt einen Bildband zusammen und fragt sich und mich, wo die Zeit geblieben ist.
Erst jetzt, so ganz nebenbei, erwähnt er, dass der Krebs seinen Körper wieder befallen hat, heftiger noch als zuvor. Wir sprechen über die Zukunft und dabei sehen wir beide diese ungewisse Zukunft, jeder in einem anderen Zeitmuster, er kurzfristig und ich langfristiger. Dass dies ein erster Abschied von ihm war, ist mir erst viel später bewusst geworden.
Später, in meinem Büro, schoss die Vergangenheit, seine Laufbahn hier an unserer Schule wie ein Blitz durch meinen Kopf: gemeinsames Abitur an der BS, getrenntes Studium, er in Lüttich Germanistik, ich in Leuven Mathematik. Und dann unser gemeinsamer Weg an alter Wirkungsstätte: von 1979 bis 1991 haben wir so manche Höhen und Tiefen im Gymnasium und im Technischen Institut, wo wir die Oberstufe mit aufbauen durften, erlebt.
Gemeinsame Theaterbesuche, Studienreisen, gemeinsame Organisation von Jubiläumsfesten… und so vieles mehr.
Und dann kam sein Engagement für das Theater im Dienste der Deutschsprachigen Gemeinschaft, als Sonderbeauftragter des Unterrichtswesens für den Bereich Theaterpädagogik.
Wir durften ihn in den 30 Jahren des künstlerischen Schaffens begleiten und die damit verbundenen Entwicklungen miterleben, uns mit seinem Schaffen auseinandersetzen, seine Kreationen bewundern, verachten, lieben, bestaunen und respektieren.
Viele Jahre hat er für eine passende Stätte für sein künstlerisches Schaffen gekämpft, zum Glück nicht vergebens. Nach der offiziellen Eröffnung im September 2009 waren er und sein Ensemble im Triangel noch nicht heimisch, erst mit der Eröffnung des 22. Theaterfestes im Triangel einen Monat später und vor allem nach den stehenden Ovationen zur letzten Aufführung des Stückes „Kreuzritter“ sind er und Agora im Triangel angekommen.
Ein letzter Abschied von seinem nörgelnden, staunenden, verhassten, geliebten und applaudierenden Publikum. Ein letztes Glas mit ihm, eine bleibende Erinnerung. Ein letztes Foto.
Eine letzte Umarmung.
Er ging von der Bühne seines irdischen Erfolges und blickt mit seinen Freunden wohlwollend auf das freudige Schaffen seiner Truppe von der himmlischen Bühne herab, sicherlich zufrieden und schmunzelnd. Sein Werk geht weiter.
Marcel wir vermissen Dich sehr….
Roland LENTZ
Wenn dieser Nachruf sehr persönlich ausfällt, liegt das an der engen freundschaftlichen Beziehung, die unser Direktor Roland Lentz seit seiner Jugend zu unserem ehemaligen Kollegen Marcel Cremer hatte. Auch andere Kolleginnen und Kollegen, die schon in den achtziger Jahren an unserer Schule tätig waren, haben Marcel sehr nahe gestanden und finden sich in den sehr persönlichen Worten dieses Nachrufes wieder.
Jonas GENNEN
Am 20. Dezember 2005 verstarb unser geschätzter Kollege Jonas Gennen. Obschon er 1991 pensioniert wurde, blieb er unserer Schule eng verbunden und selten fehlte er in all den Jahren bei der 10 Uhr Kaffeepause.
Er war ein guter Lehrer. Vielen Schülern bleibt sein freundliches und gütiges Wesen in guter Erinnerung.
Er war uns ein guter und geschätzter Kollege, feinfühlig, pflichtbewusst und dienstbereit.
Er war uns ein guter Freund, der durch seinen feinen Humor und mit seinen herrlichen Anekdoten unseren Alltag durch ein Lachen erhellte, dessen tiefsinnigen Fragen uns über das Wesentliche nachdenken ließen.
Er war ein guter Mensch und das ist das Schönste, was man von einem Menschen sagen kann.
Wir sind zutiefst dankbar für die Zeit, die wir mit ihm verbringen durften. Mögen seine Gattin und seine Familie Kraft und Vertrauen aus der mit ihm in Zuneigung und Freude erlebten Zeit schöpfen, denn gute Menschen sterben nie.
August STRAETEMANS
Am 29. April 2005 verstarb nach langer Krankheit im Alter von
76 Jahren unser ehemaliger Lehrer und Direktor, August Straetemans.
Am 8. Dezember 1954 wurde er in Tongeren zum Priester geweiht und wurde
schon ein Jahr später Lehrer an unserer Schule, wo er von 1955-1972
ununterbrochen unterrichtete. Er absolvierte sein Philosophie-Studium
in St. Truiden, sein Theologie-Studium in Lüttich und 2 Jahre
Agronomie-Ingenieur in Löwen.
An unserer Schule unterrichtete er Mathematik, Physik, Chemie/Biologie,
Religion, Latein, Griechisch, Französisch sowie Geschichte und Erdkunde.
Von 1963-1969 übernahm er zusätzlich zum Unterricht in Nachfolge von
Henri Dethier, die Direktion des Technischen Institutes und vertrat in
1970/1971 ein Jahr lang Joseph Pankert in seiner Funktion als Direktor
der Bischöflichen Schule.
1973 wurde er Direktor des Heidberg Instituts in Eupen. Nach 1976 wurde
er Pfarrer von Stevoort und wurde anschließend zum Dechanten der Voeren
ernannt.
An unserer Schule, wo er 17 Jahre tätig war, schätzte man seine
Gewissenhaftigkeit und sein Organisationstalent. Sein Tafelbild war
z.B. von einer bewundernswerten Übersichtlichkeit gekennzeichnet: klar
strukturiert und in vorbildlicher Handschrift. Jahrelang entwarf er in
den Ferien die Stundenpläne der Schule, ohne Organisationstafel, am
Schreibtisch, was ein phänomenales Gedächtnis voraussetzt, das er ohne
Zweifel hatte. Davon berichten ebenfalls Lehrer, die ihn nach
Unterlagen fragten und er konnte ihnen sagen, wo, in seinem Büro in
welchen Stapel Papier, auf welcher Höhe, sie diese Unterlagen finden
konnten. Und es stimmte immer.
Seine Autorität, sowohl als Lehrer als Erzieher war unumstritten. Sieht
man die Fächervielfalt, die er unterrichtete, ahnt man die Intelligenz
und auch den Arbeitseifer, die ihn auszeichneten.
Wir danken ihm, der ebenfalls maßgeblich am Aufbau des Technischen
Instituts beteiligt war, für sein Wirken an unserer Schule. Möge Gott,
ihm, dem tiefgläubigen Menschen, den ewigen Frieden in seinem Reich
zuteil kommen lassen.
Auf seinem Totenzettel stand ein Gedicht von TOON HERMANS, dessen letzte Strophe wir hier wiedergeben möchten:
„en geef me nu mijn hoed
adieu, nu moet ik gaan
ik vond mijn leven goed
ik heb mijn best gedaan. »
Wir danken ihm für alles was er für uns getan hat.
Cindy REINERTZ Und immer sind sie da die Spuren des Lebens,
Gedanken und Augenblicke.
Sie werden uns immer an dich erinnern,
uns glücklich und traurig machen
und dich nie vergessen lassen.
Durch eine schwere Krankheit wurde unsere Mitarbeiterin Cindy am 5. Dezember 2004, im Alter von 23 Jahren, aus unserer Schulgemeinschaft genommen.
Seit Januar 2003 absolvierte sie eine Ausbildung in der Schulmediothek. Mit großem Engagement und äußerst gewissenhaft ging sie diese Arbeit an. Beim Aufbau der Mediothek war sie uns eine große Hilfe.
Wir alle schätzten ihr freundliches und zuvorkommendes Wesen. Ihr allzu früher Tod hat uns sehr bestürzt.
Unsere tief empfundene Anteilnahme gehört ihrem Partner, ihren Eltern, ihrem Bruder, ihrer ganzen Familie sowie ihren Freundinnen und Freunden.
Albert BACKESAm 19. Oktober 2004 verstarb im Alter von 69 Jahren unser ehemaliger Lehrer und Präfekt Albert BACKES. Er wurde geboren am 16. Dezember 1934 im damaligen Krankenhaus von St.Vith. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er in Eiterbach, einem kleinen Weiler zwischen St.Vith und Schönberg. Die Volksschuljahre erlebte er in der Schule Atzerath. Das Abitur erhielt er an der Bischöflichen Schule von St.Vith. Sein Philosophiestudium absolvierte er im kleinen Seminar von St.Truiden, worauf das Theologiestudium in Lüttich folgte.
Am 10. Juli 1960 wurde er in Bütgenbach durch Bischof Wilhelm Maria von Zuylen zum Priester geweiht und übernahm eine Lehrerstellen in der Bischöflichen Schule von St.Vith, wo er späterhin auch Präfekt war. Während dieser Zeit war er ebenfalls Sonntagskaplan in Büllingen, wo er sich besonders um die Jugend kümmerte.
1967 wurde er zum Rektor von Schoppen und Möderscheid ernannt und übernahm am 15. August 1970 die Pfarre Amel. Lange Jahre gab er noch den Religionsunterricht in den Gemeindeschulen von Amel.
Weitere Ernennungen als Pfarrer erfolgten dann in den folgenden Jahren, so 1989 Pfarrer von Heppenbach. 1993 Pfarrer von Meyerode/Medell und 2000 Pfarrer von Iveldingen/Montenau und Born. Am 1. Juli 1990 übernahm er zusätzlich die Aufgabe als Dechant des Dekanates St.Vith. Durch die Übernahme der einzelnen Pfarren entstand nach und nach die Struktur des Pfarrverbandes Amel, der ihm sehr am Herzen lag. Durch Gespräche mit Pfarrangehörigen und unter Einbeziehung der Laien versuchte er das Leben der Gläubigen in den einzelnen Pfarren lebendig zu halten.
Im Oktober 2001 erlitt er einen Schlaganfall. An den Rollstuhl gefesselt und auf die Hilfe anderer angewiesen verlor er dennoch nicht seinen Humor und interessierte sich immer für alles, was ihm von seiner Pfarre berichtet wurde. Geduldig ertrug er sein Schicksal und opferte es dem Herrn auf. Im Nachmittag des 19. Oktobers 2004 erlöste ihn der Herr von seinem Leiden und nahm ihn in seine ewige Heimat auf.
Unsere Schule fand bei ihm immer ein offenes Ohr für ihre Anliegen. Er beließ es aber nicht dabei: wo er helfen konnte, da half er; wo er sich einsetzen konnte , da setzte er sich ein; wo er Rat geben konnte, da gab er Rat. Und Zeit nahm er sich immer, trotz seiner vielfältigen Aufgaben.
Ob es nun im Verwaltungsrat der Bischöflichen Volksschule Amel war, für deren Zusammenschluss zu einer Schule in Amel er sich anfangs der 90-ger Jahre unermüdlich einsetzte oder im Verwaltungsrat der Bischöflichen Schule St.Vith: zu deren Internatsneubau er maßgeblich beitrug: für ihn war das Wort „dienen“ nie ein leeres Wort.
„ Was einer ist, was einer war, beim Scheiden wird es offenbar“
Wir werden ihm ein ehrendes Gedenken bewahren.